Der Kammerchor der Singakademie Cottbus

Kammerchor der Singakademie

Der Kammerchor der Singakademie Cottbus e.V. bildete sich im Jahre 1986 aus der Arbeit des Städtischen Chores Cottbus auf dem Wege zur Singakademie. Unter der Leitung von Wolfram Otto fanden sich ca. 25 besonders interessierte Sängerinnen und Sänger zur Pflege der A-cappella-Chorliteratur zusammen. Das Repertoire des Chores bestand zunächst überwiegend aus Werken Alter Meister und Volksliedern. Aber auch in der frühen Phase kam die Musik der Gegenwart nicht zu kurz. So fanden durch den Chor zahlreiche Uraufführungen von Werken regionaler Komponisten statt.

Im Herbst 1991 übernahm der neue künstlerische Leiter der Singakademie, Chordirektor Christian Möbius, auch die Leitung des Kammerchores. Damit begann ein qualitativ neues Kapitel in der Chorentwicklung. Heute gehören dem Chor etwa 35 Mitglieder an. Die meisten von ihnen bringen eine sängerische Ausbildung mit. Neben sängerisch-technischen Fertigkeiten wird die Fähigkeit des Blattsingens gefordert.

Bereits sei 1992 gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Bach Consort Cottbus (Leitung: Christian Möbius). Durch die glückliche Symbiose der beiden Klangkörper gelang es Christian Möbius, nicht nur die Bachmusik-Pflege in Cottbus auf ein höheres Niveau zu heben, sondern auch den Kosmos barocken musikalischen Reichtums zwischen den Fixsternen Schütz und Bach näher zu erkunden.

So wurden regelmäßige Aufführungen großer barocker Chorwerke in historischer Aufführungspraxis möglich. Es erklangen, neben Werken von G. F. Händel und anderen Barockmeistern, Motetten und alle Oratorien des Leipziger Thomaskantors J. S. Bach. In bester Erinnerung dabei die deutsche Erstaufführung der englischen Heighes-Fassung von Bachs "Markuspassion" oder die zwei Versionen der "Matthäuspassion" und - ein absolutes Novum für Cottbus - Händels Oratorium "Theodora" zu Karfreitag 2006. Händelmusik - so darf das Publikum nach "Saul", "Hercules" und selbstverständlich "Messiah" erwarten - wird auch in Zukunft in Cottbus zu hören sein.

Kammerchor und Bach Consort sind mit ihren Konzerten fest in den Spielplan des Staatstheaters integriert. Langjährige Tradition hat dabei das Karfreitagskonzert in der Cottbuser Kreuzkirche. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit gibt der Chor sein traditionelles Konzert in Branitz, seit 2006 in der wieder errichteten Gutsökonomie der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.

Darüber hinaus gastierte der Chor in verschiedenen Bundesländern sowie in Polen. Als besondere Zeichen der Wertschätzung sehen wir die Einladungen mit Bachs Messe in h-Moll zu den Brandenburgischen Sommerkonzerten und zu den Klosterfestspielen in Neuzelle. Die Pressekritik lobte "die Ausgeglichenheit, gepflegte Sprachbehandlung und sichere Intonation".

Weitere musikalische Höhepunkte aus jüngerer Zeit waren u. a. Frank Martins "Messe für achtstimmigen Doppelchor" (2003 - Brandenburger Erstaufführung) oder Heinrich Schütz: "Musikalische Exequien". Höchste artifizielle Meisterschaft erfordern die Motetten von Johannes Brahms wie z.B. "Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen" oder "Fest- und Gedenksprüche", die seit 2004 immer wieder in A-capella-Programmen erklingen.

Der Kammerchor kann mittlerweile auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Sein Jubiläumskonzert am 25.11.2006 widmete er dem bedeutendsten musikalischen Jubilar des Jahres 2006, Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Proben finden dienstags 19:30 - 21:30 Uhr im Probenzentrum des Staatstheaters Lausitzer Straße 33 statt sowie ca. zweimal jährlich an einem Wochenende.